Konservierung/Restaurierung als Hochschulstudium

Während bis in die 1960er Jahre überwiegend Kunsthandwerker, Künstler oder Kirchenmaler für die Ausbesserungen und Renovierungen der Kunstwerke hinzugezogen wurden, so kümmern sich heute speziell ausgebildete Experten um eine fachgerechte Konservierung / Restaurierung nach modernen, wissenschaftlich fundierten Maßstäben.
„Restaurierung“ bedeutet heute die multidisziplinäre Verbindung von traditionellen Handwerkstechniken, künstlerischen Fähigkeiten sowie chemischem und kunstgeschichtlichem Fachwissen.
Diese besondere Ausbildung wird durch Hochschulen in Diplomstudiengängen, Bachelor- und Masterstudiengängen mit bis zu fünf Jahren Studium vermittelt.
Restauratoren mit diesem Hintergrund sind ausgebildete Wissenschaftler und Spezialisten auf Ihrem Gebiet im Umgang mit meist einzigartigen und unwiederbringlichen historischen Kulturgütern.

Reversibel und zerstörungsfrei?

Jeder Eingriff in ein Objekt interpretiert ein Kunstwerk nach dem Geschmack seiner jeweiligen Zeit. Um restauratorische Eingriffe unserer Zeit, die in der Zukunft eventuell gering geschätzt werden könnten, rückgängig machen zu können, muss auf den Einsatz von reversiblen Materialien geachtet werden.
Um ein Original zu erhalten, ist der möglichst zerstörungsfreie Eingriff unabdingbar. Dies schafft der Diplom-Restaurator durch die wissenschaftliche Untersuchung der verwendeten Materialien und dem Blick auf dessen kunsthistorischen und objektgeschichtlichen Hintergrund.
Nach abgeschlossener Analyse wählt er dann die passenden Mittel, um das Objekt und die Geschichte des Kunstwerks mit seiner historischen Patina in Einklang zu bringen.