Untersuchungen

Naturwissenschaftliche Untersuchungen und Analysemethoden

Oft werden wir mit der Frage konfrontiert, warum naturwissenschaftliche Untersuchungen an denkmalgeschützten Objekten unter der Leitung eines Restaurators erfolgen sollten.
Unerlässlich für die Erfassung der Eigenschaften historischer Materialien, des Erhaltungszustandes, der Schäden, der Schadensursachen sowie für die Intervention und Nachkontrolle sind naturwissenschaftliche Aspekte.
Doch ihre Erkenntnisse stehen manchmal im Widerspruch zum Erfahrungswissen, bilden nur einen Teilaspekt eines materiell wie ästhetisch komplexen, synergetischen Gebildes ab.
Der Restaurator hingegen hat die ästhetische Einheit des Objektes vor sich und muss in diese eingreifen. Er muss entscheiden, welches die für das Gesamtobjekt verträglichste Methode der Konservierung oder Restaurierung ist.
Aus diesem Grund bedient sich der Restaurator zwar zahlreicher naturwissenschaftlicher Methoden muss aber auch das Objekt in seiner Gesamtheit im Überblick behalten.

Tätigkeitsprofil:

  • Untersuchung von historischen Materialien und Objekten bzgl. ihrer Zusammensetzung, des überkommen Schichtenaufbaus sowie der Bearbeitungs- und Restaurierungsgeschichte mit verschiedenen optischen Untersuchungsmethoden (UV-Licht, Infrarot-Fotografie, Streiflicht usw.)
  • Anfertigung von Querschliffen, Stratigraphie der Schichtenfolgen mittels Auflicht-, Durchlicht- und Fluoreszenzmikroskopie
  • Untersuchung und Klassifikation des Befalls durch Mikroorganismen (Insekten, Pilze, Algen)
  • Dendrochronologie (Holzaltersbestimmung)
  • Entwicklung von Pflegekonzepten sowie permanente Betreuung historischer Objekte (Klimamessung, kontinuierliche Kontrolle)
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen und Fachlaboren sowie restauratorische Koordinierung und Begleitung der naturwissenschaftlichen Untersuchungen


    Testreihe zur Wirksamkeit eines Biozids (Preventol CMK) an Schimmelpilzen